Der lange Sommer hat sich entgültig verabschiedet, der Rhein hat kaum noch Wasser und das fehlt auch den Kürbissen, die heuer recht klein ausfallen. Nicht mein Problem, denn so viel kann ich denen gar nicht abgewinnen. Ich warte einfach ab, bis meine bessere Hälfte, die den Import inzwischen ganz an den Nagel gehängt hat, mit dem Wunsch nach Cucurbitaceae auf mich zukommt.
Hier geht es umgekehrt chronologisch weiter, die tagesaktuellen Gerichte sind wie immer hier oben die ersten.
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400 g gemischtes Hack
3 Zwiebeln
1 Döschen Tomatenmark
Rotwein
Brühe
Rosmarin
Thymian
Oregano
Piment d’Espelet
Allulose
Salz
Eigentlich eine klassische Bolognese-Sauce: Hack und Zwiebeln anbraten, Tomatenmark dazu, ablöschen, einkochen, frische Kräuter dazu und würzen.
2 Auberginen in Scheiben oder kleiner schneiden und in zwei Pfannen oder hintereinander in bestem Olivenöl anbraten.
1 gutes Stück Gouda reiben
In eine Form schichte ich Bolo, Aubergine, Käse, Bolo, Käse, ach, eigentlich Wurscht (-:
Zur Verzierung machen sich ein paar der Cocktailtomätchen immer gut.
180° Ober- und Unterhitze für 25 Minuten und 6 Minuten noch einmal grillen. Voila:

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Nicht zu empfehlen, wenn das Gemüse aus der Tiefkühltruhe kommt. Es verliert so viel an Textur und Geschmack, dass es mir heute keine Freude bereitete.
Zwiebeln anrösten
Currypaste mitrösten
Kokosnussmilch hinein
Brühe und
TK-Gemüse
Zitronengras sowie
Kaffirlimettenblätter, halt was man noch so hat, dazugeben.
Einköcheln lassen und abschmecken mit
Austersauce
Fischsauce (wenig)
Sojasauce
Dazu Ketoreis mit gewürfelten Zwiebeln und Ei, gebraten.

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Und schon wieder geht es zurück in die erste Heimat. An solchen Tagen wird das Huisje für die nächsten Gäste gerichtet und alles will auf Vordermann gebracht sein. Da ist nicht viel Zeit für mußevolles Kochen, sondern wird schnell ein Chalupa in die Pfanne gesetzt. Schade nur, dass der Salat aus ist. Denn der ist eigentlich ein Muss.
Na, erst einmal eine Runde den Hund entleeren.
Gegenüber vom Ruigeweg wird geerntet. Hier sind es riesige Monster, die sich quer über die Beete spannen und im Schneckentempo über das Feld kriechen.

In solchen Maschinen liegen bis zu 20 Erntehhelfer bäuchlings nebeneinander und schneiden per Hand und unter sich das Erntegut ab.
Ich warte extra, um zu sehen, was das Ungeheuer, jetzt am Ende des Feldes angekommen, weiter macht. Die Helfer steigen aus, bilden Grüppchen, rauchen, und das auf Ketten fahrende Gerät dreht auf der Stelle. Hinten im Anhänger, jetzt zu mir gewandt, steht eine Frau, die mir eifrig zuwinkt und mir, eh ich mich versehe, einen Salatkopf über den Zaun wirft. Ich habe nie einen frischeren Eisbergsalat gesehen und das Chalupa erfreut sich auf eine gelungene Vollendung.
Käse raspeln und in der Pfanne verteilen. Ein Ei drauf geben und eine Hälfte mit all dem belegen, was noch mit hinein soll. Bei mit diverse Tomaten, Salami, Schafskäse, Zwiebeln, Ajvar und Remoulade. Und natürlich vom frischen Eisbergsalat (-:
Ist der Käse am Rand leicht braun, so sollte er sich von der Pfanne lösen und einmal halb einklappen lassen.

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@ Hirschsteak, überbackener Broccoli und Rahmpilze
Auf letztere habe ich inzwischen ein Abo. Mit gerade mal drei Zutaten einfach zuzubereiten, holen die uns geschmacklich einfach ab.
Champignons
Sahne
Sojasauce
Eine große Packung Pilze schneide ich klein und brate sie, in zwei Fuhren hintereinander in der Pfanne ohne Öl an, bis sie eine gute Bräune angenommen haben. Dann kommt etwas Olivenöl dazu und sie braten bis zur gewünschten Konsistenz und Farbe weiter.
Währenddessen habe ich heute 1 1/2 Tetrapäckchen Sahne einreduziert, bis sie anfing, eine cremige Konsistenz zu bekommen. Mit Sojasauce schmecke ich ab und gebe den Rahm zu den Pilzen.
Broccoli
Havartikäse
Salz
Auch hierbei bleibt es spartanisch einfach. Den Broccoli habe ich in wenig Wasser gedünstet, abgegossen und abgeschreckt, etwas ausdünsten lassen, in eine kleine Auflaufform gegeben, mit dem Käse belegt und gegrillt.
Den Käse kannte ich noch gar nicht. Er kommt so in etwas zwischen Tilsiter und Raclettekäse daher, ist lecker würzig und macht seine Sache hier gut. Er ist wohl in Dänemark beheimatet.
Hirschsteak
Butter
Rosmarin
Thymian
Pfeffer
Salz
Den Hirsch nimmt man besser schon zwei Stunden früher aus dem Kühlschrank, pfeffert ihn und brät ihn in heißem Öl kräftig an. Nun kann man ihn zum Fertiggaren in den Ofen geben, ich habe ihm aber kurzerhand in der Pfanne den Rest gegeben, habe die Hitze herunter gedreht, Butter und die Kräuter dazu gegeben und immer wieder mit dem heißen Fett übergossen.
Bei 50° Kerntemperatur habe ich die Pfanne vom Herd genommen und das Steak ruhen lassen. Beim Aufschneiden war es entspannt, um die 53° warm und mundete mir äußerst gut. So ein Tier habe ich selten auf dem Teller und ich genoss es voll der Hochachtung.
Na, und ein paar Tomätchen sind nicht nur für die Farbe auf dem Teller ein Genuss (-:

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@ Kippendijfilet mit Saté-Sauce und Salat
Kipp, das Huhn, Dij, der Schenkel und so nennen sich die ausgelösten Hühnerteile. Meines Erachtens immer der Brust vorzuziehen.
700 g Hühnerschenkelfilet
1 Dose Kokosmilch
1 Glas Weißwein
7,5 g Pindakaas
1/2 TL Massala Currypaste
Austernsauce
Sojasauce
Salz
Schneidet man die Schenkel in grobe Stücke, so bleiben sie saftiger und gehen geschmacklich nicht so sehr in der Sauce unter. Die Stücke brate ich nacheinander heiß in der Pfanne an. Wie so oft, nur fast gar und nehme sie aus der Pfanne.
In diese gebe ich die Kokosmilch und den Wein, lösche die Röstaromen ab und lasse die Sauce bis auf ein Drittel einkochen. Ich wollte die Sauce heute nicht zu dicklich machen, eher fein und leicht. So habe ich probiert, wie viel von der Erdnussbutter von Nöten ist und kam auf ganze, volle drei Teelöffel.
Erst gegen Ende gebe ich die restlichen Zutaten nach und nach dazu, denn erst, wenn die Sauce gut eingekocht ist, kann ich beurteilen, wo die Reise hingeht.
Ein Wort zur Erdnussbutter. Diese meine besteht aus 100 % Erdnüssen. Und damit bringt sie es auf 10 g Kohlenhydrate, was sie für die ketogene Ernährung natürlich viel zu viel ist. Auch deshalb war ich vorsichtig mit der Dosierung. Aber ehrlich: 7,5 g Pindakaas bringen so gerade mal auf 0,75 g KH. Es lohnt also immer, mal auszurechnen, wie viele KH denn nun wirklich im Essen sind.
Das Hühnchen darf sich nun in der Saté-Sauce noch einmal aufwärmen und ist servierfertig.
Der Reis ist von gestern übrig geblieben, das Rezept steht im nächsten Rezept unten.

Ein empfehlenswertes Rezept, will ich meinen. Man kann mit dem Ernussbutteranteil natürlich nach Belieben spielen, aber Achtung: die bindet mitunter sehr stark, nimmt man zu viel davon.
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@ Hühnerleber, Rosenkohl, Konjak-Reis und Gurken-Salat
Zum Kochen gehört inzwischen immer auch schon eine Idee zur Repräsentation. Die fällt mir heute schwer. Braungeschmortes lässt sich schlecht in Szene setzen und zweimal Grün von Salat und Kohl scheinen auch nicht attraktiv, Na, schauen wir mal.
Also dann doch erst einmal das Rezept ausdenken. Vielleicht so:
Hühnerleber
Zwiebel
Tomatenmark
Rotwein
Rest braune Sauce von vorgestern (s.u.)
Gewürze nach Belieben
Rosenkohl
Sahne
Zitronenabrieb
Salz
Pfeffer
Konjak-Reis
Zwiebel
weißer Speck
1 Ei
Pfeffer
Salz
Gurke
Skyr
Essig
Öl
Dill Schnittlauch
Allulose
Salz
Pfeffer
Der Reihe nach …
Hühnerleber: mundgerecht schneiden und heiß anbraten (nur fast gar) und herausnehmen. Zwiebeln in Ringe schneiden und in der selben Pfanne anbraten. Tomatenmark dazugeben, kurz mitrösten, dann mit Rotwein ablöschen und einkochen lassen. An Gewürzen darf da alles rein, was trocken und braun ist (-; Ich habe noch einen Rest Sauce von vorgestern und denke, die würzt genug.
Rosenkohl: putzen, halbieren, mit wenig Wasser aufsetzen und garen. In einem zweiten Topf reduziere ich ein Tetrapack H-Sahne um ein Drittel, gebe den Rosenkohl da hinein, reibe Zitronenzeste drüber und schmecke den Kohl ab.
Konjak-Reis: aus der Lake gut abspülen und abtropfen lassen. In eine Pfanne mit Olivenöl die feingewürfelten Zwiebeln anbraten, kurze Zeit später den genauso fein gewürfelten Speck und dann den Reis hinzugeben. Dann kommt das Ei in die Pfanne und wird unter rühren trocken, bzw. krümelig gebraten. Noch abschmecken und gut ist. Da eh schon alles grün ist, könnten auch noch frische Kräuter in den Reis.
Gurkensalat: Gurke würfeln, einsalzen und 15 Minuten Wasser ziehen lassen. Wasser abtrinken oder der Liebsten geben, damit sie hübsch bleibt. Aus den übrigen Zutaten eine Marinade herstellen und die Gurken hineingeben. Befürchte, der Dill ist aus.
Hinzugekommen ist noch ein kleines Apfelmus, das ungemein gut zur Leber passt, aber leider in der ketogenen Küche keinen Platz hat. Ein Löffelchen sollte sich dennoch ausgehen: Apfel auf der feinen Reibe reiben, etwas Zitronensaft dazu (verhindert das Erbräunen) und mit etwas Zimt und einer Prise Salz kurz aufkochen.

Na, optisch geht das eigentlich nicht durch, aber das deutete sich ja schon an. Geschmacklich allerdings war das hier erste Sahne, auch wenn man sie im Rosenkohl gar nicht mehr sieht (-: